Positionen

Wir stehen für demokratische Werte und die Erhaltung einer lebenswerten Umwelt.
Diese Position vertreten wir in unterschiedlichen Gremien. Hier findest du einige wichtige Positionen.

“Jugendarbeit ist niemals neutral!”

Kritik an AfD-Antrag im Landtag: “Jugendarbeit ist niemals neutral!”
Bayerische Jugendarbeit über AfD-Antrag im Bayerischen Landtag verwundert: “Fraktion fehlt elementares Grundwissen und jegliches Demokratieverständnis”

Jugendverbandsarbeit ist niemals neutral. Sie bezieht selbstverständlich Position für die Anliegen und Themen junger Menschen und bringt die Perspektiven von Jugendlichen in die politische Diskussion ein. Umso mehr zeigen sich verschiedenste Jugendverbände und Jugendorganisationen in ganz Bayern irritiert über den Antrag, welcher das Fehlen jeglichen Wissens über Jugend(verbands)arbeit offenbart und auf erschreckende Weise aufzeigt, wie die AfD jegliches Demokratieverständnis vermissen lässt und zudem inhaltlich Einfluss auf die Arbeit des BJR nehmen will.

Die Landtagsfraktion der sogenannten “Alternative für Deutschland” (AfD) fordert in der Haushaltsdebatte, die Mittel an den Bayerischen Jugendring zu mindern. Als angebliche Begründung hierfür zieht die Partei heran, dass sich laut den AfD-Abgeordneten “auch Mitgliedsorganisationen, die politisch nicht auf neutraler Grundlage stehen” als Mitgliedsorganisationen im Bayerischen Jugendring befinden würden.

Bei den Jugendverbänden in Bayern sorgt der eingebrachte Antrag für fassungsloses Kopfschütteln. Die Rede ist von einem “skurrilen Antrag, dem es an jeglicher fachlicher Grundlage fehle”. Die AfD-Fraktion offenbare nicht nur ein deutlich defizitär ausgeprägtes Demokratieverständnis, sondern darüber hinaus gleichzeitig noch ein erschreckend hohes Maß an fehlender Sachkompetenz. Mattias Metz (Geschäftsführer VCP Bayern) und Sven Stumpf (Geschäftsführer Pfadfinderbund Weltenbummler) betonen:
Jugendverbandsarbeit ist niemals neutral.” Schließlich würden sich die Jugendverbände und Jugendorganisationen für die Anliegen junger Menschen auf Landesebene und in den Bezirken und Kommunen engagiert einbringen und für deren Bedürfnisse und Themen Position ergreifen. “In Jugendverbänden und Jugendorganisationen gestalten junge Menschen in demokratischen Strukturen ihre Anliegen selbstständig, übernehmen so für sich und andere Verantwortung und stehen für ihre Positionen und Ideen ein. Damit sind Jugendverbände ein Nachwuchspool engagierter Demokrat:innen und Werkstätten der Demokratiebildung.

Bei aller Vielfalt und Unterschiedlichkeit, vereint sich die bayerische Jugendverbandsarbeit hinter den gemeinsamen Werten wie sie auch in der Präambel der Satzung des Bayerischen Jugendrings niedergeschrieben sind:

Wir treten ein für eine vielfältige, demokratische und rechtsstaatliche Gesellschaft, in der die Würde des Einzelnen und der Respekt voreinander Gültigkeit haben. Im konstruktiven Ringen um gemeinsame Positionen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bringen wir ihre Anliegen und Bedürfnisse in die Öffentlichkeit, leihen ihnen unsere Stimme und bauen damit weiter an einer Gesellschaft, die Zukunft hat. Nationalismen und Diskriminierungen jeglicher Art erteilen wir eine deutliche Absage. Wir stehen zu einem solidarischen Europa, das Garant für Frieden und Zusammenhalt ist.

Christian Löbel (Vorsitzender des Bezirksjugendrings Mittelfranken) stellt klar: “Wir alle treten parteiisch für diese unsere Werte ein. Wer diesen gegenüber “Neutralität” fordert, der ist aufgefordert sein Verhältnis zu unserem Grundgesetz und zur deutschen Geschichte zu klären.”

„Diese Partei stört sich offenbar daran, dass in der bayerischen Jugendarbeit eine bunte Vielfalt an Verbänden und Organisationen zu finden ist, die alle mit ihrer Arbeit die demokratische Zivilgesellschaft bereichern“, sagt Svenja Thelen (Bezirksjugendsekretärindes DGB Bayern). Die bayerische Jugendverbandsarbeit gestalte die Gesellschaft konstruktiv und proaktiv mit, bringe sich wertschätzend und mit Nachdruck für die Belange junger Menschen sowie eine offene, plurale und diskriminierungsfreie Gesellschaft ein und sei damit der Ort für die Beteiligung junger Menschen an der Gesellschaft von morgen. Die bayerische Jugendarbeit nimmt Jugendliche als eigenständige Subjekte mit ihren Wünschen und Sorgen ernst, denn sie sind Teil der demokratischen Gesellschaft und die Vertretung der Interessen ihrer Mitglieder ist die gesetzliche Aufgabe von Jugendverbänden nach dem SGB VIII.

Dass die AfD nicht einmal grundlegende Eigenschaften der bayerischen Jugendarbeit kenne, mache fassungslos und zeige außerdem, wie es um die inhaltliche Kompetenz dieser Gruppierung bestellt sei, sagt Fabian Matella vom Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP Bayern). Die AfD unternehme wieder einmal den nicht akzeptablen Versuch, die Souveränität und Diversität der Jugendverbandsarbeit in Bayern einschränken zu wollen. “Wir verurteilen das auf das Schärfste”, sagt Simon Mirwald (Landesvorsitzender SJD – Die Falken). In der heutigen Zeit Jugendverbandsarbeit verbieten zu wollen, sich mit ihren Themen zu befassen und als Sprachrohr junger Menschen aufzutreten, offenbare unweigerlich, welches Verständnis die AfD von jungen Menschen besitze: “Es wird von der AfD offenbar keine Jugendbeteiligung und keine ehrliche und offene politische Debatte gewünscht. Vielmehr will sie den Raum für Jugendarbeit einschränken und verbieten, dass junge Menschen sich für eine offene, plurale und gerechte Gesellschaft einsetzen.”, so Simon Mirwald weiter.

Als “in keinster Weise nachvollziehbar” bezeichnet Aylin Yildirim, Landesvorsitzende des BDAJ Bayern den Vorwurf, dass der Bayerische Jugendring Mitgliedsorganisationen habe, welche “die freiheitlich-demokratische Grundordnung negieren” würden, wie es im Antrag der AfD heißt. Im Gegenteil, nur Demokrat:innen, die die Werte des Grundgesetzes leben, können über die Verbandsgrenzen hinweg in einer bunten Vielfalt der Jugendverbände gemeinsame Positionen diskutieren und finden. Vielmehr lasse die AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag jegliches Demokratieverständnis vermissen. Der Angriff auf die Jugendverbandsarbeit werde auf das Schärfste verurteilt.

Sozialökologische Transformation

„Wir fordern eine sozialökologische Transformation!“ - doch was ist das eigentlich? Ein ganz schön sperriger Begriff, oder? Was steckt hinter dieser Forderung und warum ist der sozialökologische Wandel der Naturfreundejugend überhaupt wichtig? Diese Fragen hat sich das Projektteam des Landesverbands gestellt und spontan ein cooles Erklär-Video dazu erstellt. Schau doch mal rein – Ton an, Film ab!

Wir möchten eine ökologische und sozial-gerechte Zukunft!

Unsere Forderungen beziehen sich auf die Bereiche „Gesunde Natur“, „Fossil free Bayern“, „Verkehrswende jetzt“, „System change not climate change“ und „Soziale Transformation“ und leiten einen sozial-ökologische Wandel ein.

Was genau unsere Forderung beinhaltet findest du hier:

Forderungspapier zur Evakuierung der griechischen Geflüchteten-Lager

“Solidarität kennt für uns keine nationalen Grenzen.”, so heißt es in unserem Leitbild. Wir, die Naturfreundejugend Bayern, fordern gemeinsam mit dem Aktionsbündnis SEEBRÜCKE die Bundesregierung dazu auf, ihrer humanitären Pflicht nachzukommen und die Geflüchteten-Lager auf den griechischen Inseln vollständig zu evakuieren.

Seit Jahren herrschen an den Außengrenzen der EU unmenschliche Bedingungen. Insbesondere die Zustände in den Lagern auf den griechischen Inseln Lesbos, Samos, Kos, Leros und Chios spitzen sich immer mehr zu. Schutzsuchende sind massiver Gewalt und systematischer Willkür ausgesetzt. Deutschland und die EU sind der UN-Menschenrechtscharta verpflichtet und haben dennoch in den letzten Monaten grundlegende Menschenrechte, insbesondere das Recht auf Asyl, faktisch abgeschafft. Die Bedingungen in Camps wie Moria bleiben bewusst menschenunwürdig, weil die EU Schutzsuchende abschrecken will. Von medizinischer Hilfe bis zu hygienischer Grundversorgung fehlt es an allem. War die humanitäre Situation in den überfüllten Lagern bereits zuvor katastrophal, so sind die von der Außenwelt isolierten Geflüchteten nun zusätzlich der Pandemie schutzlos ausgeliefert.

Wir halten es für den falschen Weg, eine derartige Verletzung der Menschenrechte auch nur einen weiteren Tag zu dulden, nur um einem vermeintlichen Rechtsruck der Bevölkerung zu entgehen. Es ist unsere Pflicht, für Menschenrechte einzustehen und sofort alle uns möglichen Hilfsmaßnahmen einzuleiten. Deutschland sollte nicht zögern, diese Vorreiterrolle selbstbewusst einzunehmen. Menschenrechte gelten für alle Menschen, ungeachtet ihres Alters. Deshalb ist die Evakuierung von 47 unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten vom 18.04.2020 völlig unzureichend. Angesichts der 42.500 derzeit auf den griechischen Inseln lebenden Schutzsuchenden ist auch das angestrebte Ziel, 350 bis 500 Minderjährige ohne konkreten Zeitplan aufzunehmen, absolut unverhältnismäßig.

Deshalb fordern wir, die Naturfreundejugend Bayern, von der Bundesregierung:

  • die sofortige Evakuierung aller Menschen aus den überfüllten Lagern an der EU-Außengrenze und ihre Unterbringung in aufnahmebereiten Ländern und Kommunen, wo sie angesichts der Corona-Pandemie den dringend notwendigen Zugang zu medizinischer Versorgung haben
  • den sofortigen Stopp institutionalisierter Gewalt an Geflüchteten an der EU-Außengrenze
  • die bedingungslose Wahrung der Menschenrechte und die Wiederherstellung des Zugangs zu Schutz und Asylverfahren in der Europäischen Union
  • das Vorantreiben einer europäischen Dauerlösung, um Situationen wie auf den griechischen Inseln dauerhaft vorzubeugen und die europäischen Grenzstaaten solidarisch zu unterstützen

Wir haben die Chance, diese unmenschliche Situation zu beenden.
Ergreifen wir sie.

Nürnberg, 24.05.2020
(Co-)Landesleitung der Naturfreundejugend Deutschlands, Landesverband Bayern

Wenn du uns bei dem Vorhaben unterstützen möchtest, dann kannst du das Forderungspapier runterladen und an die Bundesregierung schicken. 

Hier findest du den Brief für die Bundesregierung zum download.

Fairspeisen-Siegel

Wir streben als Jugendverband eine umweltfreundliche Welt an. Dieses Ziel kann auf verschiedenen Wegen erreicht werden. Ein Weg davon geht durch den Magen. Die Verpflegung bei unseren Veranstaltungen soll aus saisonalen, regionalen, fairen und biologischen Lebensmitteln bestehen. Grundlegend versuchen wir unsere Veranstaltungen nachhaltig zu gestalten und damit dies auch transparent ist, haben wir ein Siegel mit gewissen Kriterien designt, die erfüllt werden müssen.

Unbenannt

Um dieses Siegel zu erhalten, müssen 75%, also 7 der 10 Punkte erfüllt werden:

Checkliste: 7 von 10 Punkte erfüllen

☐ Wir kaufen überwiegend frische saisonale Produkte (Obst, Gemüse, …).

☐ Wir kaufen überwiegend regionale Produkte (Hofladen, Metzgerei, Bäckerei, …).

☐ Wir achten überwiegend auf Herkunfts- und Produktionsbedingungen (z.B. Freilandhaltung).

☐ Wir verpflegen an 100% der Tage vegetarisch bzw. vegan, bei allen anderen Mahlzeiten gibt es eine vegetarische bzw. vegane Option.

☐ Wir kaufen biologische Lebensmittel, wenn es möglich und sinnvoll ist.

☐ Wir kaufen überwiegend „fair“ bei besonderen Lebensmitteln und in geringen Mengen (Kaffee, Tee, Schokolade, …).

☐ Wir achten auf einen abwechslungsreichen Speiseplan.

☐ Wir behandeln das Thema „Nachhaltige Ernährung“ z.B. beziehen wir die Teilnehmer*innen bei der Planung und/oder beim Kochen mit ein.

☐ Wir vermeiden überflüssige Verpackungen und nutzen Mehrweg-Verpackungen.

☐ Wir vermeiden das Wegwerfen von Lebensmitteln (z.B. Resteessen, angemessene Mengenkalkulation, Einkauf 2. Wahl, …).